Der Weg einer alten Frau

Hab Mitleid mit mir

Schon zu lang‘ bin ich hier

Ich bin eine alte Frau

Stehe hier zur Schau.

Von frommen Willen gebrochen

Ließ ich mich gern unterjochen.

Doch einst fiel das Joch

In ein tiefes Loch.

Plötzlich war ich frei

Zählte bis drei

Rappelte mich auf

Welch ein Verlauf

Streckte den Rücken

Welch ein Entzücken

Die Augen der Sonne entgegen

Welch ein Segen

Welch ein Schmerz

Ich spürte mein Herz

Luft strömte tiefer denn je

Ich fand meine Allee

Kletterte auf den höchsten Berg

Unter Schnaufen Husten und Prusten

Begegnete dem kleinen Zwerg

Lachen und Lieben lehrte er mich

Und gab mir viel mehr noch von sich

Davon geben will ich heute viel

In einem uralten Stil

Wie es immer schon war und immer wird sein

Strömt alles hinein

Strömt dann hinaus

Wann kommst du nach Haus?

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